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Freitag, 30. Oktober 2015

Miaufinder 2 - Katzen-Stalking leicht gemacht!

Wir dürfen gerade ein neues Katzenortungsgerät testen. Darüber möchte ich nun berichten...

Voller Vorfreude öffnete ich vorgestern Abend das Paket. Zum Lieferumfang gehören das Empfangsgerät (inklusive Batterien), ein Sender (inklusive Batterie), ein Netzkabel, ein Tütchen Kabelbinder und die Anleitung.


Die Katzen selbst hatten natürlich mehr Interesse am Karton und den rollenden Batterien. ;)


Die erste Inbetriebnahme erfolgte recht intuitiv; die Anleitung brauchte ich dafür nicht. Zu aller erst öffnete ich mit Hilfe eines kleinen Kreuzsschraubendrehers den Sender und setzte die Batterie ein. Das Batteriefach des Empfängers lies sich ohne Schraubendreher öffnen.


Nach dem ersten einschalten wurde der Sender direkt auf dem Display des Empfängers angezeigt. Eigentlich alles ganz einfach. Als ich den Sender nun an Kasimirs Halsband befestigen wollte, stellte ich fest, dass ich es noch einmal mit dem Schraubendreher öffnen musste. Zwischen der äußeren Abdeckung und dem Batteriefach befindet sich nämlich eine Zwischenabdeckung für die Batterie. Das Halsband muss zwischen die Batterieabdeckung und der äußeren Abdeckung gelegt werden. Dann wird der Sender erst wieder zusammen geschraubt. So ist gewährleistet, dass er auch wirklich am Halsband bleibt. Ein Blick in die Anleitung hätte mir wahrscheinlich diese Mühe erspart. Aber Frauchen ist ja ungeduldig und lernt lieber aus Erfahrungen.


Am Sender befindet sich eine Antenne, welche mit Hilfe eines Kabelbinders am Halsband befestigt werden kann. Da wir ein Stoffhalsband besitzen, war der Kabelbinder allein allerdings nicht ausreichend. Wir haben die Antenne einfach unter den Verstellmechanismus des Halsbandes geklemmt. Ein Kabelbinder zur Stabilität wurde dennoch genutzt.

Als ich Kasimir sein Halsband umlegte, schnurrte er. Wirklich zu stören schien es ihn offensichtlich nicht. Der Sender ist in etwa so groß wie unser vorheriger Sender des Loc8tor Plus. Eine zusätzliche Schutzhülle ist nicht erforderlich. Der Sender ist spritzwassergeschützt.


Was mir sofort auffiel war, dass der Sender selbst nicht piept, wenn man ihn ortet. Das finde ich ein wenig schade, da unsere erster Kater damals auf das Piepen konditioniert war und mir während der Ortung direkt entgegenkam. Teilweise brauchte ich nicht einmal vor die Tür zu gehen. Ich habe nur das Empfangsgerät eingeschaltet. Wenn der Kater in der Nähe war und sein Halsband piepte, wusste er sofort, dass es Zeit war, nach Hause zu kommen. Wenn er das Halsband mal verloren hatte, dann war dieses Piepen ebenfalls sehr nützlich. Insbesondere bei Dunkelheit, in dichten Sträuchern oder im Laub war es durch das akustische Signal leicht zu finden. Da Kasimir regelmäßig sein Halsband verliert, bin ich schon sehr gespannt, wie die erste Suche danach verlaufen wird.




Kasimirs Revier:


Kasimirs komplettes Revier wird durch die rote Linie gekennzeichnet. Meist hält er sich aber ausschließlich in dem grün umrandeten Bereich auf. Bis nach Hause (roter Pfeil) sind das ca. 120 Meter Luftlinie.



Tag 1:

Endlich war es soweit: Kasimir ist das erste Mal mit Sender auf Wanderschaft gegangen. Natürlich bin ich ihm unauffällig mit dem Empfangsgerät gefolgt. Ich hatte fast immer ein Signal. Gelegentlich brach es ab. Wenn ich aber ein Stückchen auf uns ab ging, war es schnell wieder da. Nach einer halben Stunde entdeckte ich Kasimir sogar in einem der Nachbargärten. Natürlich rief ich ihn nicht; ich gönne ihm seinen Freigang von Herzen.

Direkt nach Anbruch der Dunkelheit machte ich mich mit dem Empfänger bewaffnet auf den Weg zu den Gärten, in denen Kasimir sich hauptsächlich aufhält. Bereits nach ein paar Schritten empfing ich das erste Signal! Kasimir war tatsächlich in der Nähe. Da ich davon ausgehe, dass dies auch sonst der Fall ist und unser Großer bloß nicht gefunden werden will, versuchte ich meinen Optimismus etwas zu drosseln. Am Zaun angekommen wurde das Signal stärker. Bereits 50% wurden mir angezeigt. Also begann ich den Kater zu rufen. Je stärker das Signal wurde, desto enthusiastischer rief ich nach ihm. Bei ca. 85% konnte ich ihn dann endlich in der Dunkelheit erkennen. Es hat geklappt. Dank des Ortungssystems konnte ich meinen Kater das erste Mal seit wirklich langer Zeit bei Anbruch der Dunkelheit nach Hause locken. Ich bin wirklich begeistert und freue ich schon auf die nächsten Tage.



Tag 2:

Die nächste Ortung gestaltetet sich leider etwas schwieriger. Diesmal suchte ich am frühen Vormittag nach Kasimir, da ich in der Nacht selbst unterwegs war und ihn nicht unnötig einsperren wollte. Nachdem ich absolut kein Signal bekam, entschied ich mich, einmal um die Häuser herum zu gehen, um es von der Seite zur Hauptstraße hin zu probieren. Auf dem Weg dorthin traf ich ein nettes Pärchen, welches neugierig auf das Empfangsgerät reagierte. Ich erfuhr, dass ihnen der Neubau links neben Kasimirs Eigenheim (so nenne ich das Haus, in dessen Garten er sich bevorzugt aufhält) gehöre und er dort regelmäßig durch die Katzenklappe käme. Sie fanden das Gerät so interessant, dass sie sich direkt an der Suche beteiligten. Oben an der Straße hatte ich plötzlich wieder ein Signal. Zu diesem Zeitpunkt redete ich mir noch ganz fest ein, dass er nicht über die Straße laufe. Leider riss es direkt wieder ab, sodass wir erst einmal weiter die Straße hoch gingen. Bei der nächsten Einfahrt trafen wir auf einen weiteren neugierigen Herren. Er berichtete, dass Kasimir regelmäßig durch seinen Garten husche und lies uns aufs Grundstück. Außerdem habe ich erfahren, dass fast jeder in dieser Wohngegend selbst mindestens eine Katze hat. Nachdem wir eine Weile auf dem Grundstück herum liefen, hatten wir irgendwann plötzlich wieder ein Signal. Darum entschied das nette Pärchen, bei ihren Nachbarn über den Zaun zu steigen. Das Grundstück grenzte an dem Garten, in dem wir uns gerade befanden. Von dort aus kletterten wir dann weiter aufs Grundstück von Kasimirs Eigenheim. Da sahen wir ihn dann im Nachbargarten sitzen. Widerwillig kam er mit nach Hause. Diesmal war die Ortung wesentlich schwieriger, aber nicht unmöglich. Letztendlich habe ich unseren Kater finden können und brachte ihn wohlbehalten nach Hause.



Tag 3-5:

Die nächsten Tagen verliefen recht unkompliziert. Bei Anbruch der Dunkelheit mache ich ich auf die Suche nach Kasimir und bekam im Bereich der Gärten sofort ein Signal. An der Stelle, wo das Gerät am stärksten ausschlug, begann ich zu rufen. Innerhalb kürzester Zeit verstärkte sich das Signal weiterhin, so dass ich wusste, dass Kasimir mich gehört haben muss und mir offensichtlich entgegen lief. Innerhalb weniger Minuten kam er dann mit mir nach Hause.



Tag 6:

Am 6. Tag wollte ich Kasimir gegen 20 Uhr herein holen. Leider bekam ich absolut kein Signal. Darum beschloss ich, wieder um die Wohngegend herum zu gehen und es von der anderen Seite zu probieren. Auch da lieb ich erfolglos. Ich bin jedes einzelne Grundstück abgegangen. Keine Spur von Kasimir. 


Als ich mich wieder auf den Rückweg machte, bekam ich plötzlich ein schwaches Signal. Allerdings von der anderen Straßenseite. Bislang hatte ich mich immer eingeredet, dass unsere Kater dieser große und stark befahrene Gewerbestraße nicht überquere. Unser Wohngebiet ist schließlich groß genug, warum sollte er es verlassen?! Mit einem ganz mulmigen Gefühl in der Magengegend überquerte ich die Straße. Das Signal wurde tatsächlich stärker. Ich hoffte, dass mich niemand sehe und betrat das Grundstück. Im Garten angelangt zeigte mir das Empfangsgerät bereits 50% an. Da es stockdunkel war konnte ich natürlich kaum etwas sehen. Das Signal führte mich weiter bis zum Ende des Gartens zum Zaun des angrenzenden Nachbargartens. Da ging es für mich leider nicht mehr weiter. Ich war mittlerweile in einem neuen Wohngebiet angelangt und hätte einmal ganz herum gehen müssen, um das geortete Grundstück betreten zu können. Darum entschied ich mich, leise zu rufen. Nachdem ich nach knapp 10 Minuten keinen Erfolgt hatte (das Signal schwankte zwischen 50 und 60 % und wurde nicht stärker), Entschied ich mich, es doch noch einmal von der anderen Seite zu probieren. Plötzlich hörte ich hinter mir ein leises maunzen. Kasimir! 
Der gelbe Bereich kennzeichnet Kasimirs "neues" Revier. An der Stelle, wo sich das Ausrufezeichen befindet, bekam ich das erste Signal (1 %). Die Stelle mit dem Kreuz kennzeichnet den Fundort. Beide Orte sind ca. 80 Meter Luftlinie von einander entfernt.

Ich habe keine Ahnung, aus welcher Ecke er gelaufen kam. Innerhalb des dunklen Gartens fand ich nicht einmal mehr die Lücke, durch die ich in diesen hinein kam. Kasimir zeigte mir glücklicherweise den Weg und forderte mich maunzend auf, ihm zu folgen. Nun waren wir wieder an der großen Straße. Es herrschte ein reger Verkehr. Ich bezweifelte, dass wir dort ohne Ampel herüber kommen könnten. Kasimir belehrte mich eines Besseren. Irgendwann war sie halbwegs frei. Ich wollte allerdings keinesfalls zuerst rüber stürmen, da ich nicht wusste, wie lange Kasimir brauchen würde, um mir zu folgen. Die nächsten Autos kamen näher, als wartete ich. Was macht mein Kamikaze-Kater? Rennt einfach rüber. Ich habe schon das schlimmste kommen sehen, aber er schaffte es glücklicherweise. Natürlich warnte ich die Autos mit weit ausgebreiteten Armen. In meiner hellblauen Schlafhose und den pinken Gummistiefeln wirkte ich sicherlich etwas befremdlich und irre. Aber das war mir in dem Moment völlig egal. 

Natürlich wollte Kasimir, dass ich ihm durch die Gärten folge. Mit mir außen herum gehen, wollte er auf gar keinen Fall. Natürlich ging das nicht, ich passe einfach nicht durch die Öffnung eines Jägerzauns. Er forderte mich dennoch maunzend auf, ihm zu folgen. Darum steckte ich einen Fuß durch die Öffnung und tat so, als würde ich es probieren. Dabei huschte auch er durch die Lücke. Und nun nahm ich meine Beine in die Hand. Ich entfernte mich vom Gründstück und rannte so schnell ich konnte um das Wohngebiet herum, um ihn von der anderen Seite zu rufen. Dabei hatte ich natürlich die Befürchtung, dass er zurück laufen könnte, wenn er merkt, dass ich ihm nicht auf gleichem Wege folgte. Aber mein Plan ging auf. Ich war schneller als er und wartete an der anderen Seite. Er lief meinem Rufen entgegen und folgte mir in die Wohnung. 

Nun habe ich die Gewissheit. Unser Kater verlässt das Wohngebiet und läuft über die stark befahrene Straße zum nächsten Wohngebiet. Ob ich ihn künftig jemals wieder guten Gewissens wieder nach draußen lassen kann? Eines ist sicher: Damit muss ich jetzt leben. Ich werde diese Situation nicht ändern können. Einen Streuner wie Kasimir kann man nicht einsperren. Wenigstens habe ich nun die Gewissheit und kenne (hoffentlich) sein komplettes Revier. Ich kann nur hoffen, dass weiterhin alles gut gehen wird.

Abholen werde ich ihn von dort hinten aber sicherlich nicht mehr. Ich denke, er lief nur darum so knapp über die Straße, weil er auf mich warte. Als er merkte, dass ich ihm nicht folge, rannte er in letzter Sekunde noch rüber. Ich selbst wollte nicht zuerst laufen, weil ich nicht abschätzen konnte, wie lange er brauchen würde, um mir zu folgen. Allein ist er sicherlich achtsamer und konzentrierter und kann die Gefahr besser abpassen. 

Kasimir kommt ursprünglich aus der Hannover Innenstadt und ist stark befahrene Straßen und fließenden Verkehr gewöhnt. Er ist nun knapp 13 Jahre alt und bislang unfallfrei durchs Leben gekommen. Ich wünsche ihm einen Schutzengel, der gut auf ihn aufpasst. Gerne würde ich mein Schmusemonster noch viele Jahre bei mir haben. 



Der weitere Verlauf:

Die nächsten Tage verliefen glücklicherweise wesentlich unspektakulärer. Ich ortete Kasimir täglich gegen 18 Uhr bei den Gärten in unserem Wohngebiet. Dank des Senders fand ich ihn sofort und musste nicht ins Ungewisse hinaus rufen. Seit einigen Tagen kommt er sogar wieder allein nach Hause. Zwar meldet er sich nicht mehr, wartet aber in unmittelbarer Nähe des Kellereinganges. Durch den Sender weiß ich sofort, wenn er dort angekommen ist. Ich habe in diesem Fall ein Signal von ca. 30%. Dieses Gerät möchte ich auf keinen Fall mehr missen. Insbesondere in der kalten und dunklen Jahreszeit ist es sehr schön, den Streuner schnell ausfindig machen zu können. 


Weitere Informationen zum Miaufinder 2:

Im Vergleich zu unserem alten Peilsender wirkt der Miaufinder 2 wesentlich hochwertiger. Das Empfangsgerät liegt gut in der Hand. Auch das Display mit Touchpad-Funktion gefällt mir gut. 
Die lange Betriebszeit gefällt mir besonders gut. Bislang mussten wir das das Empfangsgerät nicht ein einziges Mal aufladen; die Akkustand beträgt noch immer 99%. Und auch der Sender selbst verbraucht kaum Energie. 
Bislang hat Kasimir sein Halsband noch nicht verloren. Ich bin darum noch ein bisschen besorgt, ob ich den Sender in diesem Fall sofort wieder finden würde, da er ja selbst nicht piept oder blinkt. Was aber sicherlich sehr hilfreich sein wird, ist die Temperaturanzeige. Auf dem Display des Empfangsgerätes wird die Temperatur des Senderstandortes angezeigt. So kann man die Umgebung besser schätzen. 



Vor- und Nachteile vom Miaufinder 2:

Vorteile:
+ im Vergleich zum Loc8tor Plus ist die Reichweite wesentlich größer

+ das Empfangsgerät ist hochwertig verarbeitet und dank dank farbigem Touchscreen intuitiv zu bedienen
+ 10 Katzen könnten gleichzeitig geortet werden
+ geringer Stromverbrauch
+ funktioniert auch durch Wände hindurch
+ die Temperatur des Standortes der Katze wird angezeigt
+ der Sender ist wasserdicht; eine zusätzliche Schutzhülle ist nicht nötig

Nachteile:
- der Sender piept oder blinkt nicht während der Ortung
- der hohe Anschaffungspreis des einzelnen Senders
- die Antenne stört ein wenig


Fazit des Tests:

In den letzten Wochen bereitete mein Kater mir wirklich Sorgen. Tagelang kam er nicht nach Hause und schien unauffindbar zu sein. Dank des Sender kenne ich nun sein komplettes Revier und weiß, wo er sich aufhält. Da ich ihn so täglich holen konnte, kommt er in den letzten Tagen auch wieder selbstständig nach Hause. Durch den Miaufinder 2 weiß ich immer, wann er vor der Tür steht. Und auch sonst habe ihn immer finden können. Beim Loc8tor Plus Ortungsgerät war das leider nicht der Fall. Darum möchte ich den Miaufinder 2 nicht mehr missen und bin nun wesentlich entspannter, wenn unser Streuner mal wieder auf Tour ist. 

Ich bin sehr gespannt, ob die Ortung auch noch so gut funktionieren wird, wenn das Halsband verloren geht. Dies blieb mir bislang glücklicherweise erspart. Kasimir hält sich bevorzugt in verwinkelten Ecken und Sträuchern der Nachbargärten auf. Die Suche nach dem Halsband wird auf jeden Fall eine große Herausforderung darstellen. Ich werde selbstverständlich weiterhin über den Miaufinder und seine Eigenschaften berichten. 

Erhältlich ist der Miaufinder 2 über folgende Internetseite:
https://www.miaufinder.com/de


Montag, 20. Mai 2013

Freigang oder Wohnungshaltung?


Nun mussten wir erneut die Entscheidung treffen: Gewähren wir Suri den Freigang oder bleibt sie eine Wohnungskatze? 


Bei Schnubbi haben wir die Entscheidung damals ganz intuitiv und aus dem Bauch heraus entschieden. Er war ein sehr vorsichtiger Kater, der aufs Wort hörte. Immer wieder versuchte er vorsichtig, den Sprung vom Balkon zu wagen. Irgendwann ließ ich ihn gewähren. Da war er ca. 4 Monate alt, aber schon so groß, wie eine ausgewachsene Katze. Kurz vorher ließen wir ihn selbstverständlich kastrieren. 

Diese Entscheidung bereue ich bis heute nicht, auch wenn ich mir nichts mehr auf der Welt wünsche, dass er noch bei mir wäre. Er war so furchtbar glücklich. Er hat sich niemals weit entfernt, war immer in Sichtweite und folgte mir auf Schritt und Tritt, wenn ich mit den Hunden draußen war. Wenn ich mich auf eine Bank setzte, um ein Buch zu lesen, dann setzte er sich neben mich und wartete geduldig. Ich habe die schönsten Tage in meinem Leben mit ihm in der Natur verbracht. Und er hat sich so frei gefühlt. Diese Freiheit projizierte er auf mich, ich wäre am liebsten den ganzen Tag mit ihm draußen gewesen. Ich habe es geliebt, ihm dabei zuzuschauen, wie er in der Luft die Maikäfer fing oder sich im Gras wälzte. Als er mir seine erste Maus präsentierte, wäre ich fast vor Stolz geplatzt. 

Ich weiß, dass es einfach richtig ist, dem Tier die Freiheit zu schenken. Es liegt im Wesen der Katze, ihre äußere Umgebung zu erkunden. Fast jede Katze, die man vor die Wahl stellen würde, würde den Freigang wählen. Dennoch sträube ich mich (momentan) noch dagegen, Suri rauszulassen. Sie ist so fruchtbar klein und zierlich. Ich habe Angst, dass sie einfach jemand mit nimmt, weil er denkt, sie sei noch ein Kitten. Dazu hat sie eine total freundliche Art und lässt sich von jedem auf den Arm nehmen. Schnubbi war zwar ebenfalls ein unglaublich freundlicher Kater, aber beim Tragen hörte die Freundschaft auf. Vielleicht sind diese Argumente auch einfach Ausreden, weil ich Angst davor habe, sie zu verlieren.



Bei Kasimir hatte ich nie eine Wahl. Er ist ein Kater, der ein Streunerleben führte. Für ihn war es schon die größte Qual,  die ersten vier Wochen der Eingewöhnungszeit in der Wohnung bleiben zu müssen. Dazu ist er nicht nur vorsichtig, sondern hat auch seine jugendliche Neugier verloren (die meinem Schnubbi ja leider das Leben kostete). Ich weiß, dass er sich keine abenteuerlichen Orte sucht, um sich dort zu verstecken oder zu klettern. Er hat einen Garten eines leerstehenden Einfamilienhauses für sich entdeckt, indem er die meiste Zeit des Tages verbringt. Sicherlich bin ich nicht vollständig sorgenfrei, aber das Vertrauen ihm gegenüber überwiegt einfach. 





Suri ist das komplette Gegenteil. Sie muss alles erforschen und entdecken. Überall hochklettern und in jedes Loch kriechen. Dazu ist sie furchtbar unvorsichtig. Sie rennt einfach los, ohne sich umzusehen. Damit würde die Freiheit eine große Gefahr für sie darstellen.

Vielleicht denke ich irgendwann anderes darüber und lasse sie ziehen. Aber momentan habe ich mich gegen den Freigang entschieden.

Damit die kleine Maus es trotzdem einigermaßen interessant und aufregend hat, haben wir nun den Balkon katzensicher gestaltet. So hat sie dennoch die Möglichkeit, ihre kleine Nase in den Wind zu halten und etwas Natur zu erleben.


Wir haben uns für ein weißes Katzennetz  mit einer mittleren Maschengröße (4 cm) der Marke "Boy" entschieden. Befestigt haben wir es mit Hilfe von Teleskopstangen, welche zwischen Decke und Balkonmauer gespannt wurden. Um ein Durchhängen des Netzes weitgehend zu vermeiden, wurde ein Spannseil durch die oberen Maschen gefädelt, welches dann am oberen Ende der Teleskopstangen befestigt werden konnte. Hierfür befinden sich extra Löcher in den Stangen. Das Netz selbst wurde mit kleinen weißen Kabelbindern an den Teleskopstangen befestigt. 
Insgesamt schaut es wirklich sehr gut aus. Suri hat es sogar schon genutzt. Heute war sie fast den ganzen Tag draußen, beobachtete das Geschehen und knurrte fleißig jeden Fußgänger an, der sich unserem Balkon näherte. 




Als Aussichtsplattform haben wir uns nun für einen "Pflanztisch" entschieden, welchen wir als Liegefläche umfunktionieren. Für die Arbeitsplatte werde ich einfach ein hübsches Deckchen nähen. Dazu ist diese Variante wesentlich günstiger, als einen Outdoorkratzbaum zu kaufen.






Da natürlich jeder für sich allein die Entscheidung treffen muss, ob die Katze nun raus darf oder nicht, habe ich hier eine kleine Liste mit den Vor- und Nachteilen des Freigängerlebens aufgestellt: 


Vorteile des Freigangs:

Es liegt einfach in der Natur der Katze, auf die Jagd zu gehen und in ihrem Revier umherzustreifen. Draußen ist sie viel weniger gelangweilt und ausgelasteter, was seltener zu Verhaltensauffälligkeiten führt.

Auch haben Herrchen und Frauchen weniger Arbeit, da das Tier die meiste Zeit draußen verbringt und dadurch nur selten bis gar nicht die Katzentoilette benutzt. 


Ein hochfunktioneller Kratzbaum ist nicht nötig, da die Katze ihr Kratz- und Kletterbedürfnis an echten Bäumen ausleben kann. Wenn sie dann nach Hause kommt, ist sie meist sehr müde und schläft die meiste Zeit.

Freigänger entwickeln außerdem viel schärfere Sinne. Durch die vermehrte Bewegung leidet sie zudem selten an Übergewicht. 


Nachteile des Freigangs:

Die größte Gefahr für Katzen sind stark befahrene Straßen. Häufig können die Tiere die Geschwindigkeiten der Autos nicht abschätzen, bzw. werden in der Nacht stark geblendet, und bleiben erst einmal stehen, um die Situation zu deuten. 

Aber nicht nur der Straßenverkehr birgt Risiken. Verschlungene Kletter- und Versteckpfade wirken für Katzen sehr verlockend. Die Gefahr, wo eingeklemmt oder erschlagen zu werden, ist unglaublich groß. Oftmals sind es auch tiefere Löcher, aus denen sich die Tiere nicht selbstständig befreien können. Außerdem besteht die Gefahr, versehentlich wo eingesperrt und wochenlang nicht entdeckt zu werden.

Natürlich gibt es auch immer wieder Menschen, die freilaufende Katzen einzufangen. Bestenfalls als eigenes Haustier, schlimmstenfalls zum Verkauf an ein Versuchslabors oder eine Fellsammelorganisation.


Ist das Tier nicht kastriert, ist das nicht nur unverantwortlich vom Tierbesitzer, sondern auch ein zusätzliches Risiko, besonders für Kater. Revierkämpfe intakter Kater sind keine Seltenheit. Häufig enden sie mit dem Tode des Schwächeren. Dazu haben unkastrierte Kater einen wesentlich weiteren Radius des eigenen Reviers. Auf der Suche nach einem Weibchen überqueren sie wesentlich mehr Straßen und passieren dabei ganze Ortschaften. 

Auch gefährliche Kämpfe mit Mardern oder unangeleinten Hunden sind möglich. Dazu stellen Parasiten, giftige Pflanzen und andere Substanzen ein Risiko dar.


Wohnt man in der Nähe von Forstrevieren kann es auch passieren, dass die eigene Katze dort (leider legal) erschossen wird.

Generell ist die Lebenserwartung freilaufender Katzen etwas geringer. Da es dazu aber keinerlei verwertbare Statistiken gibt, finde ich dieses Argument eher nebensächlich. Schließlich gibt es so viele Freigänger, die bis zu 20 Jahre alt werden. Denen gegenüber stehen etliche Wohnungskatzen, die das 15. Lebensjahr nicht erreichen.

Schenkt man seinem Tier die Freiheit, muss einem darum stets bewusst sein, dass man damit zu Zeiten der Streifzüge die Kontrolle über den Liebling fast vollständig abgibt.

Dazu fallen mir drei wunderschöne Zitate ein:

"Für eine Katze bedeutet Treue nicht, immer dazubleiben, sondern immer wiederzukommen." (Klara Löwenstein)

"Was du liebst, lass frei. Kommt es zurück, gehört es dir - für immer." (Konfuzius)

"Wenn die Kätzchen klein sind, gib ihnen Wurzeln, wenn sie groß sind, gib ihnen Flügel." 
(von mir etwas verändert)



Spaziergang mit Leine und Geschirr als Alternative?

Eine weitere Möglichkeit wäre der Freigang mit Leine und Geschirr. Allerdings habe ich hier die Erfahrung gemacht, dass die Katzen irgendwann immer häufiger und länger den "Spaziergang" einfordern. Desweiteren kann man mit den wenigsten Katzen wie mit einem Hund an der Leine spazieren gehen. Die Route bestimmt die Katze, nicht der Mensch. Sollte sie sich (z.B. durch ein vorbeifahrendes Auto) stark erschrecken, besteht die Gefahr, dass sie sich losreißt. Eventuell findet man sie nicht sofort wieder. Da sie aber noch immer Geschirr und Leine trägt, ist die Strangulationsgefahr oder Verletzungsgefahr dabei extrem hoch.
Aber auch hier kommt es natürlich wieder ganz auf das Wesen der Katze an. Einige finden diese Alternative total super, anderen wiederum widerstrebt das völlig... 



Die größten Gefahren für Wohnungskatzen


Auch die Wohnungshaltung ist natürlich nicht gefahrlos.
Eine der größten Gefahrenquellen im Haushalt sind Kippfenster. Da Katzen einen starken Freiheitsdrang haben, lassen sie sich selten eine Gelegenheit entgehen, um ins Freie zu gelangen. Manchmal vollziehen sie dabei wagemutige Aktionen, indem sie durch den Spalt des Fensters langen oder sogar versuchen, ganz hindurch zu kriechen. Schnell kann es passieren, dass die Katze in den Spalt rutscht und dort eingeklemmt wird. In diesem Fall ist schnelles Eingreifen gefragt, sonst kann es zu inneren Verletzungen oder sogar zum Tode kommen. Lasst Eure Katze deshalb besser nicht in einem Raum allein, in dem ein Fenster gekippt ist. Ein Tipp: Seit einigen Jahren gibt es im Fachhandel Sicherungen, die in den Spalt des gekippten Fensters eingesetzt werden und verhindern, dass die Katze sich dort einklemmt.

Auch giftige Zimmerpflanzen und Stromkabel sind nicht zu unterschätzen. Die meisten Katzen lieben es, genüsslich die Blätter der Zimmerpflanze zu kauen. In diesem Fall ist dringend darauf zu achten, keine Giftpflanzen im Haus zu haben und als Alternative Katzengras anzubieten.

Um einen elektrischen Schlag zu vermeiden, sollte Stromkabel generell hinter den Schränken, bzw. unter dem Fußboden verlegt werden.


Weitere Gefahren bergen die Waschmaschine, welche unbenutzt stets verschlossen werden sollte; Schubladen und Schränke, bei denen die Katze sich einklemmen und ernsthaft verletzen könnte; scharfkantige Ecken; Möbel, die nicht sachgemäß befestigt sind und die Katze erschlagen könnten und jegliche Art von Schlaufen, bei denen Strangulationsgefahr besteht. 

Bänder und Wollknäuele sollten für die Katze nicht zugänglich sein, da sie diese mit Vorliebe verschluckt. Dies kann zu einem oft tödlich verlaufenden Darmverschluss führen.

Desweitern ist gerade bei Stubentigern die Gefahr der Langeweile sehr groß, besonders in Einzelhaltung. Viele Katzen sind bei reiner Wohnungshaltung nicht ausgelastet und fangen an, Verhaltensauffälligkeiten an den Tag zu legen (Kratzen an Möbeln, Urinieren außerhalb des Klos, lautstarkes dauerhaftes Miauen). Darum ist es unabdingbar, sich viel und abwechslungsreich mit dem Tier zu beschäftigen. Ein zweiter Artgenosse ist in den meisten Fällen ebenfalls von großem Vorteil.

Außerdem gibt es eine ganze Reihe giftiger Lebensmittel, die für Katzen ungeeignet sind. Die nun aber alle aufzuzählen, würde natürlich den Rahmen sprengen. 

Darum habe ich für Euch folgende Links herausgesucht: 



Abschließend ist zu sagen:

Ganz egal, ob nun Wohnungshaltung oder Freigang: Das Wichtigste ist ohnehin, dass Eure Katzen sich geliebt und umsorgt fühlen und es ihnen an nichts fehlt. Eine gepflegte und ausreichend beschäftigte Katze ist in der Regel auch eine glückliche und zufriedene Katze... ;)


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 Nachtrag vom 24.05.2013:

Der Pflanztisch ist heute angekommen und wurde bereits von Suri genutzt!








Donnerstag, 7. März 2013

Ein Kitty Phone für Kasimir...

Seit Neuestem sind wir in Besitz eines Kitty Phones der Marke Karlie.
Hierbei handelt es sich um eine Art Katzenklingel, welche läutet, sobald der Freigänger in der Nähe der Haustür bzw. in unserem Fall des Fensters ist.


Das Kittyphone besteht aus einem Empfänger (dieser wird innerhalb der Wohnung dort gefestigt, wo sich die Katze normalerweise meldet, wenn sie wieder herein möchte) und einem Sender, welcher am ebenfalls beiliegenden Halsband befestigt wird. Das Halsband selbst ist sehr einfach, keinesfalls hochwertig. Immerhin ist es mit einem Gummiband versehen, welches im Notfall reißen, bzw. die Katze ihren Kopf befreien könnte. Bei einer kleineren und leichteren Katze wäre mir dies allerdings zu gefährlich, beim dicken Kasimir weiß ich aus Erfahrung, dass es kaputt gehen würde. Der Sender selbst lässt sich ganz einfach daran befestigen.



Leider sind bei diesem Gerät keine Batterien enthalten. Der Empfänger benötigt 4 x 1,5AA Batterien, der Sender am Halsband 2 Knopfzellen à 1,5 V LR44. Glücklicherweise fand ich diese nach längerer Suche noch zu Hause und musste nicht extra welche kaufen fahren.

Die Anleitung selbst liest sich zwar erst einmal ein bisschen kompliziert, hat man den Bogen aber erst einmal raus, ist die Inbetriebnahme ganz einfach. Nachdem die Batterien in den Empfänger gelegt wurden, schalten man diesen ein. Hier soll dann an der rechten Seite 5 Sekunden lang ein Lämpchen blinken. An unserem Gerät leuchtete dies lediglich 5 Sekunden auf, von Blinken kann keine Rede sein. Als nächstes wird der Kopplungsschalter an der linken Seite des Gerätes gedrückt. Nun hat man insgesamt eine Minute Zeit, die die Knopfzellen in den Sender zu legen. Nach Ablauf soll das Lämpchen des Empfängers erneut zweimal blinken. Auch hier blinkte es bei uns nicht, sondern miaute sofort los. Der Alarm meldetet damit, dass die Katze in der Nähe ist. Ob ich etwas falsch verstanden habe oder die Beschreibung einfach sehr ungenau ist, konnte ich leider noch nicht herausfinden.





Ist die Katze im Haus, wird der Empfänger selbstverständlich ausgeschaltet. Erst wenn sie draußen ist, schaltetet man ihn an der rechten Seite ein. Meine Empfehlung dafür ist, erst einmal zu warten, bis die Mieze eine Weile unterwegs ist. Erfahrungsgemäß hält sie sich nämlich anfangs noch in der Nähe der Wohnung auf und würde somit einen Fehlalarm senden.

Hier kann man einen von insgesamt vier Alarmtönen wählen. Zur Auswahl stehen ein klassisches Miau, Muh, Ding Dong und Vogelgezwitscher. Ich entschied mich erst einmal für Miau. Die Lautstärke lässt sich ebenfalls regeln.

Kasimir lies sich sein neues Halsband problemlos anlegen und schnurrte währenddessen ganz genüsslich. Selbstverständlich bekam er zusätzlich noch ein paar Streicheleinheiten. Nun müssen wir nur noch abwarten, dass er raus möchte, damit wir das neue Gerät auch testen können. Wir sind gespannt!!





Sonntag, 10. Februar 2013

Peilsender, Katzenklingel & Co.


Mittlerweile gibt es eine große Auswahl verschiedener Gadgets auf dem Markt, die Besitzer von Freigängerkatzen besser schlafen lassen sollen. So gibts es z.B. ein Ortungsgerät, welches dabei helfen soll ein verschwundenes Tier schneller lokalisieren zu können. Dazu bekommt die Katze einfach einen Peilsender an das Halsband, während Frauchen oder Herrchen die zugehörige Fernbedienung besitzen.
Für Katzen, die zwar immer pünktlich nach Hause kommen, die Besitzer das aber nicht immer sofort mitbekommen, gibt es eine Art Katzenklingel. Wieder bekommt die Samtpfote einen Sender an das Halsband. Das Gegenstück ist eine Art Walkie-Talkie, welches anfängt Töne zu geben, sobald sie sich in der Nähe der Haustür befindet. Eine ähnliche Funktion hat ein Infrarotsensor, welcher draußen in der Nähe der Haustür befestigt wird. Das Gegenstück dazu wird ebenfalls in der Wohnung aufgestellt und gibt ein Signal, sobald es eine Bewegung unterhalb des Sensors vernommen hat. 
Genauer vorstellen möchte ich heute das Ortungsgerät "Loc8tor Plus / Pet", welches bei uns regelmäßig zum Einsatz kommt. 



Loc8tor Plus

Der Loc8tor Plus kann orten, warnen und verfügt über einen Panik-Alarm.

Der Loc8tor Plus ist ein Gerät, mit dem Sie z.B. Ihre Haustiere und Gegenstände leichter im Auge behalten können, und ist ideal für die Anwendung im Haus und unterwegs sowie für gewerbliche Zwecke. Seine beiden Modi (Orten und Warnen) ermöglichen es Ihnen, jeden mit einem Sender versehenen, nicht auffindbaren Gegenstand selbst an den unzugänglichsten Orten wiederzufinden, und Sie werden gewarnt, wenn sich ein ein Haustier aus Ihrer festgelegten Sicherheitszone entfernt.




Was ist das Besondere am Ortungsgerät Loc8tor Plus?


  • Richtungsweisende Fähigkeiten: Der Loc8tor zeigt Ihnen auf dem Display die Richtung zum verlorenen Gegenstand an.
  • Audio- und visuelle Signale auf Handgerät und Sender führen Sie auf 2,5 cm zum gesuchten Gegenstand
  • Die Sender sind die kleinsten und leichtesten ihrer Art: Nur 5 Gramm.
  • Große Reichweite - Bis zu 183 m (bei freier Sicht)*
  • Warnmodus sendet ein Signal, wenn ein mit einem Sender versehener Gegenstand oder Lebewesen aus der vom Nutzer festgelegten Sicherheitszone entfernt wird. Reichweite kann für jeden Sender separat eingestellt werden.
  • Es können bis zu 24 verschiedene Gegenstände geortet werden
  • Registriert Signale durch Türen, Wände und Schubladen hindurch
  • Einfach zu verwenden - in Sekundenschnelle betriebsbereit
  • Lange Batterielebensdauer
  • Größe der Sender: 30,5 mm (H) x 19,5 mm (B) x 8,5 mm (T)
  • Gewicht des Senders: 5 g
  • die Bedienungsanleitung wird in deutscher Sprache ausgeliefert



Bitte beachten Sie:


  • *Die 183 Meter Reichweite werden nur bei freier Sicht erreicht. Die tatsächliche Reichweite hängt von der Verwendung, der Umgebung und dem Umfeld ab.
  • Die Warnfunktion ist nur eine Hilfsfunktion, die Ihnen hilft, Diebstahl oder Verluste zu vermeiden.
  • Panik-Sender sind NICHT wasserfest. Wenn Sie das Gerät draußen verwenden möchten, empfehlen wir den Kauf der spritzwassergeschützten Gehäuse.

Ortungsmodus

Der Loc8tor Plus ikann bis zu 24 verlegte Gegenstände gleichzeitig überwachen. Richtungsweisende Ton- und Lichtsignale vom Handgerät führen Sie zur genauen Position des verlorenen Gegenstandes. Es wird nur noch wenige Minuten dauern, Dinge zu finden, die Sie normalerweise stundenlang suchen und möglicherweise niemals finden würden. Mit einer Genauigkeit von bis zu 2,5 cm Entfernung zum verlorenen Gegenstand, ob drinnen oder draußen, in totaler Dunkelheit oder in einem lauten Raum.

Warnmodus

Hilft Ihnen, Verluste zu vermeiden. Sie werden mit einem Vibrations- und Audioalarm gewarnt, falls Ihre Haustiere sich außerhalb Ihrer festgelegten Sicherheitszone bewegen, und auf dem Handgerät wird angezeigt, welcher Ihrer Sender sich entfernt oder entwendet wurde. Wählen Sie aus drei voreingestellten Sicherheitszonen - nah, mittel oder weit entfernt. Eine Feineinstellung für bestimmte benötigte Reichweiten ist möglich. 
Beispiele:
Ihr Hund liegt normalerweise lieb im Garten doch plötzlich kommt ein Heißluftballon und der Hund nimmt reißaus...es gibt Hunde die springen in so einer Situation auch noch über einen 1,60 Meter Zaun, auch wenn irgendwo eine läufige Hündin ist stehlen sich die Rüden gerne davon

(Quelle: www.loktier.de)




In unserem Fall läuft es so, dass jedes unserer Tiere einen Sender mit wasserfester Silikonhülle am Halsband befestigt hat. Die Sender sind wirklich klein und leicht, behindern das Tier also keinesfalls. Als Halsband für unseren "Wanderkater" verwenden wir eines mit Sicherheitsverschluss, welches sich bei geringstem Zug sofort öffnet. Dies haben wir natürlich zuvor ausgiebig getestet.

Das Gerät kam bereits bei meinem Seelenkater und Regenbogenbaby Wolverine zum Einsatz, welches die wohl beste Entscheidung meines ganzen Lebens war. Wolverine war zwar unglaublich zuverlässig, hörte aufs Wort und kam immer nach Hause, es gab mir aber dennoch ein ruhigeres Gefühl. Besonders am Abend empfand ich es als sehr praktisch. Ich musste nicht extra das Fenster öffnen oder nach draußen gehen, um meinen Kater zu rufen, sondern es war mir möglich, direkt von der Couch aus die Fernbedienung einzuschalten und zu prüfen, ob er sich in der Nähe befand. Dies war eigentlich die Hauptfunktion, welche der Sender bei uns hatte. Der zweit häufigste Grund der Benutzung waren die Situationen, in der Wolverine sein Halsband verlor. Durch den Sicherheitsverschluss öffnete es sich häufiger mal, sodass er ohne nach Hause kam. Dank des Peilsenders fanden wir es aber bis auf ein bis zwei Ausnahmen immer wieder. 
Ein neuer Sender ist für ca. 15€ im Internet zu erweben, eine neue Silikonhülle kostet ca. 5€.

Nun komme ich zu dem Ereignis, weswegen ich das Ortungsgerät niemals hätte missen wollen, auch wenn es der wahrscheinlich traurigste und schlimmste Tag in meinem ganzen Leben war. Drei Tage nach seinem ersten Geburtstag kam mein Baby am Abend nicht nach Hause. Dies war sehr ungewöhnlich, dennoch hatte ich (was ebenfalls völlig ungewöhnlich war) das ruhige Gefühl im Bauch, dass es ihm gut ginge. An dem Tag habe ich lange gearbeitet und es war schon später. Herrchen berichtete mir, dass unser Kater am frühen Abend erst raus wollte. In diesem Fall kam er darum meist erst am frühen Morgen oder in der Nacht wieder zurück. Am nächsten Morgen stand er allerdings nicht wie immer um Punkt 6 Uhr unterm Schlafzimmerfenster und rief uns ganz erbärmlich. Ich fand die Situation zwar ungewöhnlich,  hatte aber dennoch noch immer das positive Bauchgefühl. Erst am Vormittag schnappte ich mir meine Hündin und ging mit der Fernbedienung in der Hand nach draußen. Trotz mehrfachem Rufen fand ich meinen kleinen Schatz nicht. Nach relativ kurzer Zeit hatte ich allerdings ein Signal. Hier wurde mir schon mulmig, da das Signal nicht stärker wurde, wenn ich stehen blieb. Eine weitere praktische Funktion des Ortungsgerätes ist, dass nicht nicht nur ein Signal an der Fernbedienung ensteht, sondern dass auch der Sender am Halsband leise zu piepen anfängt. Darauf war mein Kater bereits konditioniert, ich brauchte ihn nicht mehr zusätzlich rufen. Diesmal musste ich der angezeigten Richtung des georteten Senders weiter folgen. Das lauteste Signal hatte ich nun mitten vor einem Gebüsch. Als ich versuchte, hineinzusteigen, sah ich, dass sich dahinter eine Art Hinterhof einer Kfz-Werkstatt befand. Unser Dorf grenzt an einem Industriegebiet. Ich konnte also einen Platz voller Autoschrott entdecken, aber nicht meinen Kater. Laut Fernbedienung befand er sich aber keine zwei Meter von mir entfernt. Ich entschloss also über den Zaun zu klettern. Meine größte Hoffnung war, dass mein Schatz entweder wo eingesperrt war oder verletzt, sodass er sich nicht rühren konnte. Auf Augenhöhe viel mir plötzlich ein Regal auf, auf dem Motorhauben nebeneinander gelagert waren. Dort sah ich mein Baby zwischen einem Spalt zweier Motorhauben auf der Seite liegen, mir den Rücken zuweisend. Ich ging auf ihn zu und sprach ihn ängstlich an. Noch im gleichen Augenblick, als ich sah, dass er mich anschaute, merkte ich, dass sein Blick gar nicht mir galt und seine Seele nicht mehr in seinem Körper war. Gleichzeitig sah ich Fliegen auf seiner Nase sitzen. Ich kann mich nicht mehr daran erinnern, wie ich so schnell dort wieder herausgekommen bin. Mein Freund fand mich relativ schnell auf der Wiese außerhalb des Schrottplatzes.

Das war definitiv eines der schrecklichsten Momente meines ganzen Lebens. Meine ganze Welt zerbrach. Mein Schnubbi war mein Baby, meine Handaufzucht, mein bester und treuester Freund. Noch nie hatte ich eine so tiefe und enge Verbindung zu einem Tier gehabt. 

Am nächsten Tag kam dann der schwere Gang zum Haustierkrematorium auf uns zu. Es war einfach wunderschön organisiert. Es war ein verdienter und würdevoller Abschied. Die Asche meines Babys nahmen wir mit nach Hause. Sie steht jetzt in einer Urne in unserem Wohnzimmerschrank. Ihn einfach draußen zu begraben, haben wir nicht übers Herz gebracht.

Auch wenn ich noch lange nicht darüber hinweg gekommen bin, was damals passiert ist, ich bin unendlich froh, dass Schnubbi den Sender trug. Ohne diesen hätten wir ihn niemals gefunden und würden vermutlich heute noch auf ihn warten. Eine für mich ganz furchtbare Vorstellung. So hatten wir wenigstens die Möglichkeit Abschied zu nehmen...





  




Abschließend möchte ich sagen, dass diese Art von elektronischen Hilfsmittel für die Überwachung unserer Haustiere durchaus sinnvoll sind, je nachdem was man sich davon genau verspricht. Für eine Katze, die sich regelmäßig weite Strecken von zu Hause entfernt, ist das Ortungsgerät eventuell weniger geeignet. Zumindest ist es dann natürlich nicht möglich, sie schnell orten zu können. Dennoch habe ich bereits von Fällen gehört, in denen Herrchen und Frauchen sämtliche Ortschaften mit Hilfe des PKW´s abgefahren sind und irgendwann in der Nähe eines abgelegenen Waldes plötzlich ein Signal empfingen. Dort fanden sie ihr Tier irgendwo eingesperrt, wo es vermutlich verhungert wäre, wenn sie es nicht gefunden hätten.
Das Wichtigste aber ist das Bauchgefühl, welches solche Geräte uns Tierbesitzern vermitteln können. Wenn es einem tatsächlich hilft, besser schlafen zu können und sich weniger Sorgen um den geliebten Vierbeiner zu machen, dann empfinde ich die Investition durchaus als sinnvoll!